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Unfallversicherungen

Unfallversicherungen Wozu wird eine private Unfallversicherung benötigt? In welchen Situationen gibt es Versicherungsleistungen und wie hoch sind diese? In diesem Artikel erhalten Sie zahlreiche Informationen rund um die Unfallversicherung.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

1.) Die Unfallversicherung kann einen sehr wichtigen Versicherungsschutz darstellen. Dies kann auch für Personen der Fall sein, die ein erhöhtes Unfallrisiko aufweisen. In diesem Fall muss allerdings beachtet werden, dass die Unfallversicherung dann meist mehr kostet.
2.) Es gibt für einige Risiken eine bessere Versicherung als die Unfallversicherung. Dies könnte zum Beispiel eine Krankentagegeldversicherung sein.
3.) In mehr als 90 Prozent von allen Fällen erreichen die Menschen durch eine Krankheit eine Berufsunfähigkeit und nicht durch einen Unfall. In Folge einer Krankheit hilft die Unfallversicherung nicht weiter.

Was stellt für die Versicherungen einen Unfall dar?

Ein Unfall liegt nur dann vor, wenn ein von außen auf den Körper wirkendes Ereignis eine Gesundheitsschädigung hervorruft und das Ganze unfreiwillig passiert. Das Ganze muss plötzlich, also innerhalb eines kurzen Zeitraumes, geschehen sein. In weiterer Folge heißt das, dass Dauerbelastungen im Sport keinen Unfall darstellen. Gleichzeitig sind auch krankhafte Störungen durch Schock, Aufregung oder Ärger nicht versichert. Unfreiwilligkeit beschreibt, dass der Unfall nicht selbst herbeigeführt worden ist. Dies bedeutet, eine Selbstverstümmelung oder ein Freitod sind nicht versichert. Jeder, der grob fahrlässig handelt, ist trotzdem versichert. Außerdem zählen auch Schäden an der Wirbelsäule oder an den Gliedmaßen als Unfall. Die Voraussetzung ist darin zu finden, dass ein Gelenk verrenkt ist oder Kapseln, Bänder, Sehnen oder Muskeln verrissen oder gezerrt worden sind. Die normalen Bewegungen aus dem täglichen Leben sind nicht ausreichend. Dem Versicherer muss selbst bewiesen werden, dass ein Unfall nach den vorgegebenen Kriterien erlitten worden ist. Die private Unfallversicherung deckt außerdem alle Unfälle im täglichen Leben ab. Dies ist sowohl während der Arbeit als auch während der Freizeit der Fall. Der Schutz wird auf der ganzen Welt gewährt.

Für wen ist eine Unfallversicherung besonders zu empfehlen?

Die private Unfallversicherung ist vor allem für einige Personengruppen sehr zu empfehlen. Diese sind Erwerbstätige mit Vorerkrankungen, Personen mit einem hohen Unfallrisiko, Hausmänner und Hausfrauen, Personen ohne Beruf und Selbstständige. Allgemein ist es für jeden zu empfehlen, der keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann. Gleichzeitig gibt es aber auch Personengruppen, für die sich die private Unfallversicherung so gut wie gar nicht lohnt. Dies sind vor allem Arbeitnehmer, da sie bereits gegen Berufskrankheiten und Wege- und Arbeitsunfälle abgesichert sind. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung, welche der Arbeitgeber abschließen und bezahlen muss. Dies bedeutet, eine private Unfallversicherung ist für die Arbeit zwecklos. Außerdem haben auch Kinder und Jugendliche in den Universitäten, Schulen und Kindergärten einen ausreichenden Versicherungsschutz. Selbstverständlich sind auch der Rück- und Hinweg versichert. Allerdings besteht im Urlaub, im Straßenverkehr, im Haushalt und allgemein in der Freizeit kein Versicherungsschutz. Jeder, der in diesen Bereichen auch abgesichert sein möchte, sollte an eine private Unfallversicherung denken. Gleichzeitig sollte allerdings beachtet werden, dass einige Risiken durch andere Versicherungen besser und kostengünstiger abgedeckt werden können. Aufgrund dessen sollte man sich vorab ausreichend über die Versicherung informieren. Allgemein betrachtet kann bei einer privaten Unfallversicherung zwischen zwei Gefahrengruppen unterschieden werden. Es gibt die Gefahrengruppe A und die Gefahrengruppe B. In die Gefahrengruppe A sind die Personen einzuordnen, die ein geringes Unfallrisiko aufweisen. Dies bedeutet, es handelt sich meist um Personen mit einer verwaltenden oder kaufmännischen Tätigkeit. Meist werden auch Frauen in diese Gruppe eingegliedert. In die Gefahrengruppe B werden alle Menschen eingeordnet, die eine handwerkliche oder eine körperliche Arbeit ausüben. Allgemein betrachtet muss in der Gefahrengruppe B mehr bezahlt werden als in der Gefahrengruppe A.

Welche Leistungen können durch die Unfallversicherung übernommen werden?

Die wichtigste Leistung stellt die Invaliditätsleistung dar. Es handelt sich um einen einmaligen Geldbetrag. Die Voraussetzung ist in der dauerhaften Beeinträchtigung der geistigen oder körperlichen Leistungsfähigkeit zu finden. Dies ist dann der Fall, wenn die Unfallfolgen länger als drei Jahre bestehen und danach keine Besserung mehr zu erwarten ist. Nachdem Grad der Invalidität richtet sich die Höhe der Entschädigung. Die Unfallversicherung bezahlt den Prozentsatz der vereinbarten Versicherungssumme. Allerdings wird im Versicherungsvertrag auch der Verlust von Körperteilen berücksichtigt. Bei der Beeinträchtigung von einem Arm im Schultergelenk werden 70 Prozent bezahlt. Bei einem Bein bis zur Mitte des Oberschenkels werden 60 Prozent übernommen. Bei einer Hand im Handgelenk erhält der Betroffene 55 Prozent, bei einem Auge 50 Prozent, bei dem Gehör auf einem Ohr 30 Prozent und bei der Beeinträchtigung des Geruchssinns zehn Prozent. Dies bedeutet, wenn zum Beispiel eine Versicherungssumme von 300.000 Euro vereinbart worden ist und der Betroffene bei einem Unfall ein Bein bis zur Mitte des Oberschenkels verliert, erhält dieser 180.000 Euro an Invaliditätsleistung. Die Werte werden entsprechend gekürzt, wenn es sich um eine teilweise Funktionsunfähigkeit oder einen teilweisen Verlust handelt. Bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Friseure, Chirurgen oder Musiker haben Tarife mit eigenen Gliedertaxen. Dies bedeutet, es können einzelne Körperteile besser versichert sein. Außerdem sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Kosten für Bergungs-, Rettungs- und Sucheinsätze übernommen werden. Des Weiteren kann darauf geachtet werden, ob der Versicherer kosmetische Operationen übernimmt, die unfallbedingt zu machen sind.

Worauf sollte geachtet werden?

Es ist wichtig, dass die Fragen zum Gesundheitszustand wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Andernfalls ist nämlich der Versicherungsschutz nicht gewährleistet. Der Beitrag und die Tarifstufe sind von dem versichernden Risiko abhängig. Dies sind zum Beispiel die Hobbys und der Beruf. Aufgrund dessen ist es äußerst wichtig, dass eine Änderung der Hobbys oder des Berufs sofort mitgeteilt werden. Bei einem Unfall müssen die Fristen beachtet werden, damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet ist. Die Fristen variieren je nach Anbieter. Aufgrund dessen sollten die Versicherungsbedingungen überprüft werden. Die Höhe der Versicherung kann sich an einer Faustformel orientieren. Mit 30 Jahren sollte das sechsfache Bruttojahreseinkommen, mit 40 Jahren das fünffache Bruttojahreseinkommen und mit 50 Jahren das vierfache Bruttojahreseinkommen versichert werden.

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Die Unfallversicherung vom Arbeitgeber

Wie bereits erwähnt, sind alle freien Dienstnehmer, Arbeiter und Angestellte als auch geringfügig Beschäftigte unfallversichert. Den Betrag muss der Dienstgeber bezahlen. Sollte der Unfall bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg geschehen, muss der Dienstgeber keinen Schadenersatz zahlen. Dies resultiert daraus, da er bereits die Unfallversicherungsbeiträge entrichtet. Die Betroffenen erhalten anschließend eine Versehrtenrente.