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Invaliditätsgrad & Gliedertaxe

Die Höhe der Leistungen bei Invalidität kann variieren. Dabei sind drei Faktoren entscheidend. Zum einen ist der Invaliditätsgrad für die Leistungen entscheidet. Der so genannte Invaliditätsgrad wird vom behandelnden Arzt festgestellt. Darüber hinaus sind auch die Qualität der Gliedertaxe und die vereinbarte Progression mit entscheidend, für die Höhe der auszuzahlenden Leistungen.

Was ist die Gliedertaxe?
Anhand der Gliedertaxe wird der Invaliditätsgrad für die Leistungen der privaten Unfallversicherung bestimmt. Durch die Gliedertaxe werden also die körperlichen Schäden in Prozenten bestimmt.

Bei dem Verlust einer Fingerkuppe beträgt der Invaliditätsgrad zum Beispiel 1 Prozent. Der Verlust beider Augen bringt einen Invaliditätsgrad von 100 Prozent mit sich. Je höher der körperliche Schaden ist, desto höher wird somit auch der Invaliditätsgrad eingestuft. Im Sinne der Unfallversicherung wird der Verlust eines ganzen Armes also höher bewertet, als der Verlust eines Fingers oder einer Hand. Selbstverständlich wird bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades nicht nur der Verlust, eines Körperteils bewertet, sondern auch die “Brauchbarkeit”. So greift der Invaliditätsgrad natürlich auch dann, wenn ein Finger nach einem Unfall unbeweglich bleibt.

Die Progression
Wenn innerhalb der Unfallversicherung eine Progression vereinbart wurde, können die Beitragsleistungen um ein Vielfaches gesenkt werden. Gleichzeitig wird jedoch eine Grundsumme festgelegt. Das bedeutet aber auch, dass im Falle eines geringen körperlichen Schadens nur geringe Leistungen durch die Unfallversicherung erbracht werden. Bis zu einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent muss der Versicherungsnehmer in diesem Fall mit einer geringen Grundsumme rechnen.

Wenn der Versicherungsnehmer eine Versicherungssumme von 500.000,– Euro abgesichert hat, ohne eine Progression, gibt es im Leistungsfall bei einem Invaliditätsgrad von 1 Prozent eine Auszahlung in Höhe von 5.000,– Euro. Bei den gleichen Werten mit einer 500-prozentigen Progression gibt es nur eine Leistung in Höhe von 1.000,– Euro. Ab einem Invaliditätsgrad von 26 Prozent beträgt die Leistung mit einer Progression über 500 Prozent 30.000,– Euro. Ohne die Progression beträgt die Auszahlung allerdings 125.000,– Euro, was mehr als dem Vierfachen entspricht.

Versicherungsnehmern, die nicht auf die Progression verzichten möchten, um Beiträge zu sparen, wird empfohlen, die Progression auf maximal 350 Prozent festzulegen. Die Progression dient also im Grunde genommen nur dazu, die Höhe der zu leistenden Beiträge für die Unfallversicherung zu senken.